Khosro Hekmat
Habe ich das überhaupt - und woran würde man es merken?Für das Restless-Legs-Syndrom gibt es keinen Bluttest, kein Bild und keine Messung, die es für sich allein beweist. Die Diagnose wird klinisch gestellt und stützt sich auf fünf Kriterien, die eine Ärztin oder ein Arzt prüft. In einer Familienuntersuchung erfüllten 16 von 100 Menschen, bei denen die Erkrankung ausgeschlossen worden war, trotzdem die vier alten Kriterien. Deshalb ist im Jahr 2014 ein fünftes Kriterium hinzugekommen: der sorgfältige Ausschluss von Erkrankungen, die ähnlich aussehen.Dieser Band nimmt die fünf Kriterien einzeln auseinander und erklärt, warum jedes davon gebraucht wird. Er stellt ihnen die Erkrankungen gegenüber, die dieselben Antworten erzeugen - Wadenkrämpfe, Nervenschädigung, Venenleiden, Rückenprobleme und Medikamentennebenwirkungen - und zeigt, woran sie sich unterscheiden lassen.Für jede Untersuchung, die angeboten werden kann, zeigt er, was die Studien sagen und wo ihre Grenzen liegen: was das Schlaflabor wirklich beiträgt, was die Beinbewegungen im Schlaf aussagen, was der Ruhigstellungstest leistet und warum der Tablettentest mit Levodopa eine Hilfe bei der Diagnose ist, aber keine Bestätigung.AUS DEM INHALT- Die fünf Diagnosekriterien einzeln erklärt, mit ihrer Trennschärfe in Zahlen- Warum vier Kriterien nicht ausreichten und was das fünfte hinzufügt- Die wichtigsten Nachahmer und woran man sie erkennt- Was Blutbild, Schlaflabor, Ultraschall, Kernspin und Nervenmessung leisten- Diagnose bei Kindern, in der Schwangerschaft, an der Dialyse und bei Parkinson- Woran man erkennt, dass die Behandlung selbst die Beschwerden macht- Was ins Arztgespräch gehört, damit die richtige Diagnose gestellt wirdFÜR WEN DIESES BUCH GESCHRIEBEN ISTFür Betroffene ohne gesicherte Diagnose, für alle, deren Befunde unauffällig blieben, obwohl die Beschwerden es nicht sind, und für Angehörige, die den diagnostischen Weg nachvollziehen möchten.ZUR REIHEBand 2 von 52 der Buchreihe zum Restless-Legs-Syndrom, Teil 'Grundlagen'. Jeder Band ist für sich allein lesbar. Die Aussagen dieses Bandes stützen sich auf 302 Fachquellen, die im Quellenverzeichnis einzeln nachgewiesen sind.