Konrad Gruhn
Ais die Verlagsbuchhandlung von Julius Springer im Jahre 1919 den Leitfaden iiber die Elektrotechnischen’MeBinstrumente des Verfassers in Druck nahm, auBerte sie die Ansicht, daB das Gebiet der MeBmethoden, Raum einnehmen mochte, der MeBeinrichtungen einen groBeren Heute, nachdem ich im elektrotechnischen Laboratorium der 'Technischen Lehranstalten der Stadt Dresden' groBere Erfahrungen iiber manches habe sammeln konnen, was dem jungen Elektrotechniker nottut, gebe ich die vorliegende Zusammenstellung der 'MeBtech nischen Ubungen' heraus in der Hoffnung, sowohl Studierenden, als auch in der Praxis Stehenden damit einen Dienst zu erweisen. 1m Gegensatz aber zu den bekannten und guten Biichem iiber das Gebiet praktischer Arbeiten im elektrotechnischen Laboratorium, die meistens eine mehr oder weniger gedrangte 'Obersicht (ein Kompen dium) darstellen iiber eine groBe Anzahl von MeBmethoden (die vielfach einander ahnlich sind, oder auch dem gleichen Zwecke dienen sollen), habe ich eine geringere Anzahl typischer Versuchsmethoden ausgewahlt, die mir als Grundlage fiir die praktischen 'Obungen im elektrotechnischen Laboratorium notwendig erscheinen und habe diese im Interesse einer leich teren Verst andlichkei t a usfiihr !icher dargestell t, soweit es der vorgeschriebene Raum zulieB. Die erste Halfte der tJbungen scheint mir sowohl fiir den zukiinf tigen Starkstromtechniker, als auch fiir den Schwachstrom techniker von gleicher Bedeutung zu sein. Die zweite Halfte, vom neutralen Relais an, wird im all gemeinen mehr den Schwachstromtechniker interessieren, soweit nicht heute j eder sich die Grundlagen der Hochfreq uenztechnik und das Wichtigste iiber die Arbeitsweise der Elektronenrohren aneignen mochte.